„Wenn irgend jemand in Siam (Thailand) krank ist, beginnt er damit, seinen ganzen Körper von jemandem, der darin geübt ist, bearbeiten zu lassen. Dieser macht sich über den Körper des Kranken her und trampelt ihn unter seinen Füßen.“ (Simon de la Loubere, 1690, Diplomat Frankreichs am königlichen Hof Thailands.) Was dieser Herr vor über 300 Jahren in Thailand (damals Siam) sah, praktizieren auch heute noch „Schulen“. Ich habe so etwas nie gelernt, weil es gerade am Rücken und an den Rippen zu Verletzungen führen kann. Die Thai-Massage ist keine Show. Sie soll entspannen, Energieblockaden lösen, Muskeln dehnen und stärken, Wirbelkörper entlasten, den Körper besser durchbluten und die Atmung vertiefen. Damit hat sie nicht nur positive Auswirkungen auf den Körper, sondern auch auf die Psyche. Das sind keine Hirngespinste, sondern 2500 Jahre Erfahrungen. (Auch die Akupunktur hat in der westlichen Welt lange um Anerkennung gerungen. Da ist das aufgeklärte Abendland manchmal ein bisschen in der Dämmerung.)

Ebenso wie das aus dem alten Indien stammende Yoga meint auch die Traditionelle Thai-Massage den Körper UND die Psyche. Die Thai-Massage wird oft scherzhaft als „Yoga für Faule“ bezeichnet, weil z.B. bei den Dehnungen die Klientin und der Klient „es mit sich geschehen lassen“.

Bei anderen Massageformen werden Muskel geknetet, der Körper gerüttelt und geschüttelt, mit Öl eingerieben, es werden Düfte verströmt, Klänge erzeugt und Steine aufgelegt. Die Thai-Massage behandelt mit Akupressur-Techniken die Energielinien (Sen) und -Punkte des Körpers. Ohne Öl, denn das würde den festen Griff des Masseurs / der Masseuse verhindern. Der Körper der Klienten bleibt also leicht bekleidet. Thai-Massage ist am ehesten vergleichbar mit Shiatsu.
Hier einige Informationen über die Geschichte und die Wirkungen der Thai-Massage, sowie über die Fußmassage und die Bedeutung der Thai-Massage in Deutschland (PDF).